Ordo Communionis in Christo

Ordo Communionis in Christo > Die Communio in Christo - Ein Weg für alle > 

II. Vatikanisches Konzil

„Communio in Christo“ wurde von Mutter Marie Therese als „Orden des Zweiten Vatikanischen Konzils“ gegründet. Dabei ist „Orden“ nicht kirchenrechtlich zu verstehen. Mutter Marie Therese gab dem Begriff „Orden“ eine ganz neue Bedeutung. So formulierte sie, dass sie „auf eine göttliche Bitte einging, das Zweite Vatikanische Konzil als Orden zu bezeugen. … In der Communio in Christo sollen alle Bewegungen insgesamt ihren Platz haben und in der Einheit der Liebe ein großes Konzil [gemeint ist das Zweite Vaticanum] verwirklichen, das der Kirche ein neues Denken und Handeln darlegt. … [Die „Communio in Christo“] ist das große Zeichen unserer Zeit. Sie ist die Erneuerung der Kirche. Wir leben in der Endzeit, in der Gottes Liebe besonders danach brennt, seine Kinder an sein Herz zu drücken. Ihre Sendung – Gemeinschaft mit Christus – ist die Verkündigung seines Reiches, in das wir hineingehen werden, wenn wir seinem Willen folgen und mitbauen an dem Reich seines Friedens.“ (Aus: Mutter Marie Therese, Geleitworte, Paderborn 2004, S. 80-82)

Offizieller Name

Der offizielle Name lautet „Ordo Communionis in Christo“. Kirchenrechtlich gesehen ist sie eine „consociatio privata“, ein kirchlicher Verein. Die Anerkennung als Orden bzw. neue Form des geweihten Lebens bleibt das Ziel. Zivilrechtlich existiert die Communio in Christo in der Form von Vereinen und Gesellschaften (vgl. hierzu „Struktur der Communio in Christo“).

Ein Weg für alle

Die Gründerin verstand den Ordensbegriff abseits rechtlicher Eingrenzungen. Die drei Bilder des Konzils für die Einheit der Kirche: „Volk Gottes“, „Leib Christi“ und „Tempel des Heiligen Geistes“, fasste sie zusammen in dem Begriff „Communio in Christo“. Zu der von Christus ins Leben gerufenen Kirche seien alle Menschen eingeladen, im Sinne des Konzils auch die Angehörigen anderer Konfessionen und Religionen. Diese Einheit sei nicht zu erreichen durch Gesetze und Verordnungen, sondern nur durch die gelebte Gottes- und Nächstenliebe.

Eine Föderation

Die Communio in Christo ist ein Zusammenschluss von Christen mit dem Ziel, durch gelebte Gottes- und Nächstenliebe der Einheit der Kirche durch die Verwirklichung der Beschlüsse des Zweiten Vatikanischen Konzils und im Sinne des geistlichen Erbes (patrimonium spirituale) von Mutter Marie Therese zu dienen – in Kooperation und auch durch Zusammenschlüsse mit anderen entsprechenden Initiativen. Aus diesem Grund sucht die Communio in Christo eine Zusammenarbeit mit anderen kirchlichen Vereinen, Instituten des geweihten Lebens und weiteren Zusammenschlüssen. Wesentlich dabei ist, dass hierdurch die Partner des Zusammenschlusses nicht ihre geistliche Eigenart verlieren sollen.

Die Regel des Ordo Communionis in Christo

Die Regel des Ordo Communio in Christo ist nach dem Willen der Gründerin Mutter Marie Therese die im Evangelium dargelegte Nachfolge Christi als Weg für alle.
Ihr Leitspruch heißt: „Die Liebe zum Nächsten ist Leben in Gott.“
Keiner ist von dieser Bewegung ausgeschlossen. Jeder, der die Nächstenliebe lebt, ist in der Vorstellung der Gründerin der Communio in Christo zugehörig.
Mutter Marie Therese veröffentlichte die Regel der Communio in Christo in einem Buch mit dem Titel: „Die Nachfolge Christi.“ Paderborn 2001.
Übersetzt ist die Regel in Englisch, Französisch, Niederländisch, Polnisch und Malayalam.

Die Mitgliedschaft

Mitglied der Communio in Christo kann jeder Christ werden, der das achtzehnte Lebensjahr vollendet hat. Die Begründung der Mitgliedschaft erfolgt durch die Ablegung von Gelübden; danach wird das neue Mitglied in die im Mutterhaus in Mechernich geführte Mit¬gliederliste aufgenommen.

Interne Mitglieder leben in der Kommunität in Mechernich oder in anderen Kommunitäten; sie legen die vier Gelübde der Nächstenliebe, des Gehorsams, der Keuschheit und der Demut (als besondere Form der Armut) ab. Sie haben die Lebensordnung der Communio in Christo einzuhalten.
Externe Mitglieder legen lediglich das Gelübde der Nächstenliebe ab und orientieren sich am geistlichen Erbe der Gründerin.

Angehörige von Instituten des geweihten Lebens oder Gesellschaften des Apostolischen Lebens können durch Ablegung des privaten Gelübdes der Nächstenliebe der Communio in Christo beitreten. Sie bedürfen hierzu der Zustimmung ihrer Oberen. Weltkleriker können die Gelübde ablegen und sollen hiervon ihren Bischof in Kenntnis setzen. Die Ablegung der Gelübde berührt nicht die Zugehörigkeit zu ihrem bisherigen Verband, und sie sind auch nicht aufgerufen, diese zu beenden. Das Inkardinationsverhältnis wird in keinem Fall berührt.

Mitglied kann auch derjenige werden oder sein, der sich – ohne förmliche Gelübde abzulegen – der Communio in Christo verbunden fühlt und in tätiger Nächstenliebe lebt. Dies entspricht dem Charakter der Communio in Christo als einem „Weg für alle“.

International

Der Hauptsitz der Communio in Christo ist Mechernich/Eifel. Auch in anderen Ländern und Kontinenten gibt es Mitglieder der Communio in Christo: in Österreich, den Niederlanden, Polen, Weißrussland, Kerala/Indien, Pakistan, USA, Tansania, Sambia, Uganda, Ruanda, Kenia, Benin, Haiti und Papua Neuguinea.

 
www.communio-in-christo.deOrden Communio in Christo: Bruchgasse 14, 53894 Mechernich
Sozialwerk Communio in Christo: Bruchgasse 10-14A, 53894 Mechernich
Telefon +49 (0)2443 9814-0, E-Mail info@communio-in-christo.de