Umjubelte musikalische Bescherung

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Johannes Kalpers und Freunde hatten zum „Festtagszauber“ ins Stadttheater geladen – Zusage „für die nächsten 15 Jahre“ – Publikum in Weihnachtsstimmung versetzt

Johannes Kalpers und Freunde hatten zum „Festtagszauber“ ins Stadttheater geladen – Zusage „für die nächsten 15 Jahre“ – Publikum in Weihnachtsstimmung versetzt. Foto: Gerhard Gahr

Euskirchen – Eines dürfte gewiss sein: Nach mehr als drei Stunden „Festtagszauber“ mit Johannes Kalpers und Freunden dürfte jeder der 560 Zuschauer im Euskirchener Stadttheater in Weihnachtsstimmung gewesen sein. 24 Stunden vor dem Heiligen Abend stimmte der Tenor aus dem Westerwald zum Abschluss des Konzerts „Stille Nacht, heilige Nacht“ an und bat das Publikum um Unterstützung. Dafür gab es dann auch reichlich Applaus. Den hatte sich das Publikum nämlich aufsparen müssen: Nur vor der Pause und am Ende des Konzerts durfte geklatscht werden. Die Künstler hatten aus Rücksicht auf das Konzept darum gebeten. Dementsprechend fiel der Jubel für diese musikalische Bescherung dann auch frenetisch aus.

Zum 17. Mal hatte Johannes Kalpers als Schirmherr des Hospizes „Stella Maris“ des Sozialwerks Communio in Christo zum Konzert geladen. Und er brachte alte Bekannte mit: Moderator Michael Seeboth und Pianist Dimitrij Koscheew. Seeboth nahm am Rande der Bühne auf einem Sessel Platz, der neben einem Weihnachtsbaum stand, und trug ein gutes Dutzend Weihnachtsgeschichten und -gedichte zum Schmunzeln wie „Worüber das Christkind lächeln musste“ und „Ladislaus und Annabella“ oder zum Nachdenken wie „Trost“ und „Vier Kerzen“ vor.

Den Weihnachtsbaumschmuck, Schafe aus Wolle, hatten die Kinder vom Kindergarten Nettersheim-Zingsheim hergestellt, wie Rainer Breinig, Vorsitzender des Fördervereins Hospiz Stella Maris, berichtete. Das Schmücken des Baumes im Theater hatten dann Mitglieder der Jugendfeuerwehr Euskirchen im Dienst der guten Sache übernommen.

Doch Kalpers hatte auch neue Freunde „im Gepäck“. Die Sopranistin Anne Frank verzauberte mit ihrer glockenhellen Stimme die Gäste ebenso wie der von Johannes Kalpers dirigierte Kammerchor „Vokalklang“ Bensheim, der mit seiner variantenreichen Stimmgewalt beeindruckte. Kalpers-Fans könnten höchstens monieren, dass sich der Tenor selbst in der ersten Hälfte des Programms als Solist etwas rarmachte und sich stattdessen mehr auf die Chorleitung konzentrierte. Die wenige Solo-Zeit geriet aber meisterlich. Seine Darbietungen von „Ave Maria“ und „O du stille Zeit“ machten Lust auf mehr. Vielleicht gab es in der ersten Hälfte auch die ein oder andere Weihnachtsgeschichte zu viel.

Seufzer der Verzückung

In der zweiten Hälfte stimmte das Verhältnis aber und besonders Kalpers-Fans kamen auf ihre Kosten. Der Star-Tenor sang vom titelgebenden „Festtagszauber“, bei dem „strahlt hell der Hoffnungsstern“. Kalpers setzte auf bekannte Weihnachtslieder, kann sich ein Lachen nicht verkneifen nach seinem beschwingten Vortrag von „Morgen Kinder wird’s was geben“, singt „Heidschi Bumbeidschi“, das Lied vom „Kleinen Trommlermann“ und eine ergreifende Interpretation von „Es ist ein Ros‘ entsprungen“. Zum Abschluss des regulären Programms gab es dann noch das Gedicht und das Lied zur „Christrose“. Schon als Michael Seeboth den Titel schon zu Beginn erwähnte, als Orientierung, dass danach applaudiert werden dürfe, ging ein Seufzer der Verzückung durchs Publikum. Die „Christrose“ hat offenbar eine Menge Verehrer.

Es war schon vor den Zugaben mit „O Holy Night“, dem gemeinsamen „Stille Nacht, heilige Nacht“ und zwei weiteren Titeln ein sehr rundes Programm mit einer beeindruckenden zweiten Hälfte. Das fand auch Rainer Breinig, der sich mit seinem Stellvertreter Heiner Dieroff bei den Musikern bedankte und die ersten Weihnachtsgeschenke überreichte. Breinig hoffte, dass Kalpers auch die nächsten 15 Jahre noch für das Hospiz auftreten möge.

Besonders gefreut haben dürften sich die Zuschauer, darunter auch Landrat Günter Rosenke mit seiner Ehefrau Karin sowie Mechernichs stellvertretender Bürgermeister Günter Kornell, über Kalpers‘ Antwort: „Wenn Herr Breinig mich will, dann machen wir das.“ Einzige Einschränkung: Kalpers will, wie schon beim Festtagszauber, immer mehr Gäste hinzuholen und selbst einen Schritt zurücktreten. Johannes Kalpers und Freunde heißt die Devise für die Zukunft.

Wie das aussieht, können die Kalpers-Fans und solche, die es noch werden wollen, bereits in weniger als sechs Monaten herausfinden. Das nächste Konzert für das Hospiz Stella Maris findet nämlich bereits am Samstag, 13. Juni, im Euskirchener Stadttheater statt.

pp/Agentur ProfiPress

Versetzte sein Publikum in Weihnachtsstimmung: Johannes Kalpers, hier mit dem von ihm geleiteten Kammerchor „Vokalklang“ Bensheim. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress
Moderator Michael Seeboth führte diesmal nicht mit erklärenden Worten durchs Programm, sondern nahm auf einem Sessel neben einem Weihnachtsbaum Platz und las Weihnachtsgeschichten und -gedichte vor. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress
Die Sopranistin Anne Frank war zum ersten Mal mit Kalpers in Euskirchen und begeisterte mit stimmlichem Können. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress
Mit 560 Zuschauern 24 Stunden vor Heiligabend war das Euskirchener Stadttheater wieder sehr gut besucht. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress
Hospiz-Fördervereins-Vorsitzender Rainer Breinig (sitzend) begrüßte nicht nur das Publikum, sondern überreichte mit seinem Stellvertreter Heiner Dieroff auch Geschenke an die Musiker. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress
Seit August 2018 leitet Johannes Kalpers den Kammerchor „Vokalklang“ Bensheim, der fünf Jahre zuvor als Projektchor gegründet worden war. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress
Nach einem mehr als dreistündigen Konzert nahm sich Johannes Kalpers am CD-Verkaufstisch noch Zeit für seine Fans, gab Autogramme und hielt den ein oder anderen Plausch. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress
 
 
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