Richtig lieben dauert ein ganzes Leben

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Ordensgedenktag der Communio in Christo fand zum ersten Mal im niederländischen Valkenburg statt – Roermonds Weihbischof Monsignore Everard de Jong predigte über Liebe – Geistliche aus aller Herren Länder, indischer Gesang und mehrsprachige Fürbitten in Erinnerung an die Gründung durch Mutter Marie Therese vor 32 Jahren – Thomas Hambach, Erster Beigeordneter der Stadt Mechernich, bekräftigte gute Verbindung zwischen Stadt und Communio

Gemeinsames Gebet in der Messe zum Ordensgedenktag der Communio in Christo in Valkenburg (v.l.): Prälat Dr. Jozef Zielonka aus Polen, Roermonds Weihbischof Monsignore Everard de Jong und Father Jaison Thazhathil aus dem Mechernicher Mutterhaus. Foto: Steffi Tucholke/pp/Agentur ProfiPress

Jedes Jahr feiert die Communio in Christo im Gedenken an ihre Gründung durch Mutter Marie Therese am 8. Dezember 1984 in Mechernich einen

Ordensgedenktag mit ihren Mitgliedern und Freunden. Zum ersten Mal fand dieser Gedenktag jetzt nicht in Mechernich, sondern in der Heimat der Gründerin, dem niederländischen Valkenburg aan de Geul statt. Dort feierten mehr als 100 Gäste aus Deutschland und den Niederlanden, aus Tansania, Ruanda, Burundi, Ghana, Kenia, Polen und Indien den Gottesdienst mit Roermonds Weihbischof Monsignore Everard de Jong als Hauptzelebrant. Zentrales Thema der Heiligen Messe war die Liebe – in allen ihren Sprachen.

Beeindruckend war schon der feierliche Einzug der Geistlichen in die Nicolaas-en Barbarakerk: Zwölf Priester der unterschiedlichsten Nationalitäten mit einem Zeremoniar und einem halben Dutzend Messdienern schritten in ihren langen Roben zum geschmückten Altar in der Mitte der Kirche. Begleitet wurden sie vom feierlichen Gesang durch den „Kerkelijk Zangkoor St. Caecilia“ aus der Valkenburger Kirchengemeinde unter Leitung von Arno Kerkhof.

Suche nach „Oasen“ in spiritueller Dürre

Zur Eröffnung der Messe begab sich Generalsuperior Karl-Heinz Haus bildlich auf die Suche nach „Oasen“ in der spirituellen Dürre der heutigen Welt. Für Mutter Marie Therese sei die Pfarrkirche in Valkenburg eine ganz persönliche Oase gewesen. Im Alter von zwölf Jahren hatte sie dort, in der Kirche direkt gegenüber ihrem Elternhaus, ihr erstes mystisches Erlebnis.

Eine ungewöhnliche Erfahrung, die sie schließlich zur Gründung der Communio in Christo führte, die für Priester, Schwestern und Laien offen ist. Ihr Ziel ist es, den Glauben in gelebte Liebe umzuwandeln – als Verwirklichung des Zweiten Vatikanischen Konzils. Eine Idee, die heute in vielfältiger Weise im Sozialwerk Communio in Christo e.V. mit seiner Langzeitpflegeeinrichtung, seinem Altenpflegeheim und seinem Hospiz umgesetzt wird.

Die Liebe hatte sich auch Weihbischof Monsignore Everard de Jong zum Thema seiner Predigt gemacht. „Richtig lieben ist nicht so einfach, das dauert ein ganzes Leben“, erklärte er. In Anlehnung an den amerikanischen Paar- und Beziehungsberater Gary Chapman ging der Weihbischof auf die fünf Sprachen der Liebe ein.

Demnach ginge es darum, die Liebe so zu äußern, wie es der andere braucht: Indem man sich Zeit füreinander nimmt, in positiven Wörtern spricht und Komplimente äußert, indem man dem Anderen Geschenke macht, Hilfe anbietet wo der Andere sie braucht oder indem man Berührungen und Zärtlichkeit schenkt. Ganz egal in welcher Sprache man seine Liebe gegenüber den Mitmenschen äußere sei sie aber immer etwas, was Gott zuerst für uns getan habe. Weihbischof de Jong: „Wir wollen die Liebe Gottes in Barmherzigkeit ausstrahlen. Dann dürfen Sie das Licht sein.“

Mehr als 100 Gäste aus Deutschland, den Niederlanden und vielen anderen Nationen waren in Valkenburg zum Ordensgedenktag der Communio in Christo zusammengekommen. Foto: Steffi Tucholke/pp/Agentur ProfiPress

Eindringliche Lesung über die Liebe

Auch für die Lesung hatte Sister Linet mit dem Brief des Apostels Paulus an die Korinther eine eindringliche Passage ausgewählt: „Die Liebe ist langmütig, die Liebe ist gütig. Sie ereifert sich nicht, sie prahlt nicht, sie bläht sich nicht auf. […] Sie erträgt alles, glaubt alles, hofft alles, hält allem stand. Die Liebe hört niemals auf.“ Zusammen mit ihren Mitschwestern der Congregation of Samaritan Sisters stimmte Sister Linet außerdem einen indischen Gesang im Rahmen der Heiligen Messe an.

International waren schließlich auch die Fürbitten. Freunde und Priester der Communio in Christo trugen sie auf Deutsch, Niederländisch, Englisch, Französisch, Kisuaheli und Malayalam vor.

Zum Abschluss der Messe bedankte sich Communio-Geschäftsführer Norbert Arnold bei den Mitwirkenden für die gelungene Feier. Allen voran galt sein Dank dem Weihbischof und der Valkenburger Kirchengemeinde, die die Communio so gastfreundlich aufgenommen hatte.

Im Anschluss an die Messe kamen die Communio-Mitglieder und ihre Gäste zu einem gemeinsamen Mittagessen im Valkenburger Grand Hotel Monopole zusammen. Dort versprach Thomas Hambach, Erster Beigeordneter der Stadt Mechernich, der gemeinsam mit Kämmerer Ralf Claßen zum Ordensgedenktag gekommen war, die Unterstützung der Stadt bei künftigen Vorhaben der Communio: „Es besteht eine gute Verbindung zwischen der Stadt Mechernich und der Communio in Christo, denn wir haben ein gemeinsames, von christlichen Werten geprägtes Werteverständnis.“

Spiritualität in Valkenburg

Darüber hinaus sei über die Communio auch die kürzlich offiziell besiegelte Städtepartnerschaft mit dem polnischen Skarszewy entstanden. „Bei der Communio in Christo sind Gäste aus aller Welt zu Gast – und sie sind auch in unserem Rathaus willkommen“, sagte Thomas Hambach.

In einem kurzweiligen Vortrag stellte schließlich noch Edith Kurris vom Fremdenverkehrsbüro VVV Zuid-Limburg den Tourismus der Gemeinde Valkenburg im Blick der Spiritualität vor. Zuid-Limburg sei eine katholische Region in einem protestantischen Land, das „Herz Europas“ und besitze die einzigen Hügel in den Niederlanden. Edith Kurris erklärte außerdem, dass man versuche, die spirituellen Bedürfnisse der Menschen auch touristisch aufzugreifen: „Die Spiritualität ist ein natürliches Verlangen des Menschen, das ihm selbst nicht bewusst ist.“

Nach einem gemütlichen Nachmittag im angeregten Austausch zwischen Priestern, Schwestern und Laien endete der Ordensgedenktag mit der gemeinsamen Busfahrt zurück ins Communio-Mutterhaus in Mechernich. Von dort verteilten sich die Communio-Freunde wieder in alle Himmelsrichtungen – vielleicht um das Licht von Liebe und Barmherzigkeit weiterzutragen.

pp/Agentur ProfiPress

         

 
 
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