Mitgliederversammlung des Förderverein Hospiz Stella Maris 2016

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Fördervereins-Vorsitzender Jürgen Sauer (5.v.l.) und Gisela Latz (3.v.r.), die stellvertretende Leiterin des Hospizteams, hier im Kreis weiterer Fördervereins- und Communio-Verantwortlicher, informierten über die Arbeit des Mechernicher Hospizes Stella Maris. Foto: Renate Hotse/pp/Agentur ProfiPress

Damit sterbende und unheilbar kranke Menschen würdevoll, schmerzfrei und menschlich eng begleitet sterben können, hat Mutter Marie Therese, die Gründerin der Communio in Christo, das Mechernicher Hospiz Stella Maris geplant und 1990 eröffnet. Die jüngste öffentliche Mitgliederversammlung des Fördervereins Hospiz Stella Maris fand jetzt in der Cafeteria der Mechernicher Langzeitpflegeeinrichtung der Communio in Christo statt. Hier gab Gisela Latz, die stellvertretende Leiterin des Hospizteams, einen aktuellen Einblick in die Arbeit, die dort geleistet wird und die weit über die Grenzen der Region einen guten Ruf genieße.

Im Mechernicher Hospiz kümmere sich ein multiprofessionales Team von Ärzten, Pflegern, Therapeuten, Seelsorgern und ehrenamtlichen Helfern aufopferungsvoll um das Wohl der Hospizgäste und deren Angehörigen. Darunter auch der liebevoll „Papa Zumbé“ genannte Arzt Dr. Franz-Josef Zumbé, der sich seit zehn Jahren im Hospiz engagiert und auch als Ruheständler immer da ist, wenn er gebraucht wird. Erfreulicherweise, so Latz, habe sich die Zahl der Hospizhelfer stetig vergrößert und auch um einige Männer erweitert. „Schön ist, dass nun auch mit unseren männlichen Gästen in ihrer sehr intensiven Lebens- und Sterbephase ein Gespräch von Mann zu Mann geführt werden kann“, sagte sie. Vor dem Hintergrund der starken Nachfrage regte sie an, mehr Hospizplätze zu schaffen. Derzeit verfügt das Hospiz über zwölf Zimmer.

„Danke, dass ihr auf meinen Opa aufgepasst habt“, lautet der Eintrag eines zehnjährigen Jungen in einem der Gedenkbücher. Auch in den vielen Gesprächen mit den Hospizgästen und ihren Angehörigen, ja selbst mit den Krankenwagenfahrern, erfahre das Hospizteam viel Anerkennung. „Unser Hospiz ist für seine palliative Arbeit sehr bekannt“, berichtete Gisela Latz.

Vorstandsarbeit brachte gute Ergebnisse

Erfreulich war der Finanzbericht, den Schatzmeister Herribert Liermann (l.) in der Versammlung vorlegte. Foto: Renate Hotse/pp/Agentur ProfiPress

Den Anteil der Hospizkosten aufzubringen, den die Krankenkassen nicht übernehmen, ist eine der Hauptaufgaben des 322 Mitglieder zählenden Fördervereins, der dazu beiträgt, dass der Aufenthalt für die Hospizgäste kostenlos ist. Den Geschäfts- und Tätigkeitsbericht für das vergangene Jahr präsentierte Vorsitzender Jürgen Sauer den Mitgliedern. Geld in die Kasse bringen Spenden, Zuwendungen von Gerichten in Strafsachen und nicht zuletzt die Benefizkonzerte mit Johannes Kalpers, für die der bekannte Opernsänger und Hospiz-Schirmherr gerne auf seine Gage verzichtet. So erst im Oktober im Euskirchener Stadttheater, wo Kalpers vor ausverkauften Rängen gemeinsam mit den Limburger Domsingknaben aufgetreten ist. Den Termin für ein Wiedersehen mit dem beliebten Sänger verriet Jürgen Sauer auch bereits: Am Samstag, 1. Juli 2017 gibt Kalpers das 15. Benefizkonzert zugunsten des Hospizes, der Kartenvorverkauf startet im Frühjahr.

Über die Eigenanteilskosten hinaus finanziert der Förderverein anteilsweise die Weiterbildungskosten der ehrenamtlichen Hospizhelfer und die Angehörigentreffen. Ebenso wichtig sei die Werbung für die Hospizarbeit und das Hospiz Stella Maris in der Öffentlichkeit, so Sauer. Den Mitgliedern dankte er ausdrücklich dafür, dass sie sich in ihrem privaten und beruflichen Umfeld dafür stark gemacht hätten. Die beste Werbung aber sei das segensreiche Wirken und der ausgezeichnete Ruf des Hospizes über die Kreisgrenzen hinaus, lobte der Vorsitzende. „Das hilft, Unkenntnis und Hemmschwellen abzubauen und Verständnis in der Bevölkerung für diese wichtige Arbeit zu wecken.“

Durchweg positiv war auch der Finanzbericht von Schatzmeister Herribert Liermann, dem die Kassenprüfer Erwin Mungen und Hermann-Josef Wassong einwandfreie Arbeit attestierten. Einstimmig wurden Mungen und Wassong von der Versammlung in ihren Ämtern bestätigt.

Zu Beginn der Versammlung gedachten Vorstand und Mitglieder des Förderverein-Mitbegründers und Ehrenmitglieds Helmut Weber, der am 5. Dezember vergangenen Jahres verstarb. Jürgen Sauer würdigte sein großartiges Engagement für die Hospizbewegung: „Er war uns in all den Jahren unserer Zusammenarbeit Vorbild, väterlicher Freund und unverzichtbarer Ratgeber.“ Sein Werk wolle man in seinem Sinne fortführen.

 
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