Lücken mit Lachen gefüllt

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Im Alter von 87 Jahren ist Schwester Virginiana in die Ewigkeit abberufen worden. Als Ordensschwester gehörte sie zu den ersten zehn Mitgliedern, die bei der Ordensgründung am 8. Dezember 1984 ihre Gelübde in die Hände von Mutter Marie Therese erneuert haben. Nun fand am Jahrestag der Ordensgründung die Beisetzung von Schwester Virginiana statt.

Geboren am 17. August 1929 wuchs die spätere Ordensschwester, mit bürgerlichem Namen Elisabeth Maria Wohlgemuth mit neun Geschwistern in Gelsenkirchen auf. Als Kind erlebte sie, welche Strapazen ihre Eltern in der Kriegszeit auf sich nehmen mussten, um ihre Familie zu schützen. Das sei für die Erfahrung genug gewesen, „um zu erkennen, welche Berufung Gott von ihr verlangte“, sagte Pfarrer Jaison Thazhathil bei der liturgischen Feier in der Hauskapelle der Communio in Christo.

So trat Elisabeth Maria Wohlgemuth im Alter von 17 Jahren in den Orden der Dernbacher Schwestern ein und widmete sich von da an dem Dienst an Kindern, Senioren und Menschen am Rand der Gesellschaft. Als Krankenschwester stand sie rund drei Jahrzehnte lang im Operationssaal.

Irgendwann verlangte es die Ordensschwester aber nach einer anderen Form des geweihten Lebens. So hörte sie 1981 von Mutter Marie Therese und ihrer Gemeinschaft und suchte den Kontakt. Die darauffolgenden Briefwechsel mit Mutter Marie Therese gaben ihr wieder Orientierung. Bei ihrem ersten Besuch zur Eröffnung des „Haus Effata“ im September 1982 in Blankenheim fielen der Schwester vor allem die natürliche Liebenswürdigkeit und Herzlichkeit in der Gemeinschaft auf, wie sie später niederschrieb.

Schon wenig später, am 8. Dezember 1984, legte sie bei der Gründung der Kommunität der Communio in Christo ihre Gelübde in die Hände von Mutter Marie Therese. Als Marienverehrerin erhielt sie damit den Namen der jungfräulichen Gottesmutter Maria: Virginiana. „Sie hat in der Communio in Christo ein neues Zuhause erfahren - und ihr Dienst für die Gemeinschaft war unschätzbar“, erzählte Father Jaison.

„Ihr Leben erfüllte sich in Communio in Christo“

In der Seniorenpflegeeinrichtung „Haus Effata“ übernahm Schwester Virginiana die Verantwortung für die Wäscherei und die Küche. „Sie war bekannt für ihre gute Verpflegung“, erinnerte sich Father Jaison. Als ihr Gesundheit die Ordensschwester schließlich einschränkte, kam sie ins Mutterhaus nach Mechernich, wo sie sich bis zu ihrem 80. Lebensjahr noch um die Bibliothek und das Archiv des Ordens kümmerte.

Father Jaison: „Schwester Virginiana war eine Person, die in der Kommunität immer präsent war und die langweilige Lücken immer mit ihrem Lachen füllen konnte.“ Zur Beisetzung kamen viele ihrer Weggefährten. „Wir sind traurig, dass wir sie nicht mehr sehen können, aber dankbar, dass sie bei uns war“, sagte Father Jaison in seiner Predigt. So lautete der Trauerspruch: „Ihr Leben erfüllte sich in Communio in Christo.“

 
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