„Keine anderen Hände, als Eure…“

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Ugandische Schwester Theopista Basemera trat in Mechernich dem Ordo Communionis in Christo bei – In der Eifel die Gesundheit wiedererlangt

Schwester Theopista Basemera von den Töchtern der Heiligen Therese vom Kinde Jesu aus Uganda trat jetzt auch dem Ordo Communionis in Christo in Mechernich bei. Das sei eine Ergänzung der bereits existierenden Ordensbindung um den Aspekt der gelebten Nächstenliebe im Geist des Zweiten Vatikanischen Konzils, so ihre Generaloberin Maria Goretti Kabakaali DST. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Mechernich – Mit der Ablegung des Gelübdes der Nächstenliebe in die Hände von Generalsuperior Karl-Heinz Haus ist die ugandische Schwester Theopista Basemera von den Töchtern der Heiligen Therese vom Kinde Jesu vergangenen Samstag, 26. Januar, dem Ordo Communionis in Christo beigetreten.

Schwester Theopista ist eine Tante des Communio-Priesters Robert Mutegeki, der zurzeit in Rom ein Promotionsstudium absolviert und mit Unterstützung von Sponsoren aus der Eifel ein Schweinezuchtprojekt zur wirtschaftlichen Versorgung eines Dorfes und zahlreicher Aids-Waisen in Uganda betreibt, über das die Medien im Raum Mechernich bereits mehrfach berichtet haben.

In der Einführung sagte Father Robert, das Ziel der Communio in Christo sei „Leben in Gemeinschaft“, in der alle gleich seien: „Keiner ist besser als der andere und gemeinsam streben wir nach Gerechtigkeit und Liebe.“ Liebe wiederum sei das einzige „Mittel, die Welt zu heilen“.

„Alle sind Kinder desselben Vaters“ bekräftigte Schwester Maria Goretti Kabakaali DST, die Generaloberin der Töchter der Heiligen Therese vom Kinde Jesu, in einem Brief zum Communio-Beitritt ihrer Schwester Theopista, dem sie ausdrücklich zustimme: „Meinem Verständnis nach wird durch diese Handlung ihr religiös geführtes Leben gestärkt und vertieft durch die gelebte Nächstenliebe“.

Evangelische Räte

Generalsuperior Karl-Heinz Haus, in dessen Hände sie das Gelübde der Nächstenliebe ablegte, umarmt Schwester Theopista. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Mit der Ablegung des Gelübdes der Nächstenliebe schloss sich Schwester Theopista Basemera, die sich zu den evangelischen Räten Gehorsam, Armut und Ehelosigkeit bereits bei ihrem Ordensbeitritt zu den Töchtern vom Kinde Jesu bekannt hatte, nunmehr auch der Communio in Christo in Mechernich an.

Der unlängst von der Kirche anerkannte Ordo Communionis in Christo versteht sich als „Weg für alle“, Priester, Schwestern und Laien, die nach ihrem Anschluss an die Communio, wieder an ihren Platz im Leben und in der Welt zurückkehren, um dort im Sinne der Communio in Christo und Mutter Marie Thereses weiterzuwirken. So auch jetzt Schwester Theopista, die nach Afrika in ihre Kongregation zurückkehrt.

Generalsuperior Karl-Heinz Haus sagte bei der Entgegennahme von Theopistas Versprechen: „Das Kreuz, das Du, liebe Schwester Theopista, empfängst, ist das Zeichen der Liebe Gottes zu allen Menschen. In diesem Kreuz bindet sich Christus an jeden von uns. Ja, noch mehr: Gott lässt sich im Kreuz an unser Schicksal, an unser Leben und sogar an unsere Schuld festnageln. Er bleibt uns unter allen Umständen treu.“

Das Versprechen der Nächstenliebe sei die Antwort auf die Liebe Gottes. Haus: „Wir binden uns noch mehr an den gekreuzigten und auferstandenen Christus und unterstellen uns dem Geist des Zweiten Vatikanischen Konzils. Wir versprechen, das Zweite Vatikanische Konzil als Communio in Christo zu leben und mitzuhelfen, dass die vom Konzil grundgelegte und beschlossene Reform der Kirche in der Liebe Wirklichkeit wird, in Solidarität mit allen Menschen und durch die gelebte Liebe in Gemeinschaft mit allen Religionen und Konfessionen.“

Der Generalsuperior berichtete auch noch einmal von dem Genesungsaufenthalt Schwester Theopistas bei der Kommunität in Mechernich. Sie sei nach langem Leiden am Kreiskrankenhaus Mechernich behandelt worden und wieder vollständig gesundgeworden, so Haus. 

Father Jaison Thazhathil, der stellvertretende Obere der Communio, ging in seiner Predigt auf das Tagesevangelium ein, in dem Lukas von Jesu erstem öffentlichen Auftritt in der Synagoge von Nazareth berichtet: „Jesus gab der Heiligen Schrift in seiner Heimatgemeinde sein Gesicht, wie das noch heute alle Lektoren tun, die sich im Gottesdienst engagieren.“

Gnadenstunden für jeden

Schwester Theopista empfängt das Kreuz der Communio mit der Aufschrift „Caritas est Vivere in Deo“ (Die Liebe zum Nächsten ist Leben in Gott), im Hintergrund (v.l.) die Priester Jaison Thazhathil, Robert Mutegeki und Thomson Pazhayachirapeedikayil. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Mit dem Evangelium, in dem Jesus einen Text des Propheten Jesaja rezitiert und gleichzeitig auf sich selbst bezieht („Die Zeit ist erfüllt, die Schrift erfüllt sich in mir“), machte Father Jaison deutlich, dass mit diesem Bekenntnis Jesu, „das Heute Gottes für alle Zeiten und für alle Menschen“ angebrochen ist. Das „Gnadenjahr“, das Jesaja allen Juden in der babylonischen Gefangenschaft verkündet hatte, sei durch Jesus für jeden von uns im Hier und Heute zum „Gnadentag“, zur „Gnadenstunde“ geworden.

Und Gott – ein seit dem Krieg verbreitetes Bild von Kruzifixen ohne Arme aus zerbombten Kirchen, wie auch eines in der Pfarrkirche St. Johannes Baptist in Mechernich hängt - sage uns flehentlich seine Bitte, so Father Jaison: „Handelt, ich habe keine anderen Hände, als Eure und keine anderen Füße als Eure, um zu den Menschen zu gehen!“

pp/Agentur ProfiPress

Communio-Priester Robert Mutegeki steckt seiner Tante Theopista Basemera das Kreuz der Angehörigen des Ordo Communionis in Christo an. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress
 
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