Kardinal besucht Communio

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Großerzbischof Moran Mor Baselios Kardinal Cleemis trifft in Mechernich auf eine internationale Runde

Pfarrer Karl-Heinz Haus (von links), der Generalsuperior der Communio in Christo, Mar Ba-selios Kardinal Cleemis und dessen früherer Sekretär Pfarrer Jaison Thazhathil, der seit 2009 bei der Communio in Christo lebt und in Deutschlands zurzeit ein Promotionsstudium absolviert. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Zum dritten Mal besuchte der indische Bischof Mar Baselios Cleemis, Oberhaupt der mit Rom reunierten syro-malankarisch katholischen Kirche, die Communio in Christo in Mechernich. Dabei traf er nicht nur mit Generalsuperior Karl-Heinz Haus und den von ihm nach Mechernich delegierten Pfarrern Jaison Thazhathil und Robert Ennavila zu Gesprächen zusammen.

Der Catholicos führte auch einen zweistündigen intensiven Austausch mit den in Führungs-positionen befindlichen Laien des Sozialwerks der Gemeinschaft, Heimleiterin Ulrike Müller und Geschäftsführer Norbert Arnold,  sowie mit Schwestern der syro-malambarischen Kir-che, die ständig im Konvent der Communio leben. Auch Günther Schulz, der Vorsitzende des Communio e.V., und Schönstatt-Pater Rudolf Ammann kamen zu Wort.

Letzterer lebt als „bekennender Schönstatt-Priester“ seit Januar im Konvent der Communio in Christo und empfindet das Zusammenleben von Menschen verschiedener Nationalitäten und Spiritualität für sich als „große geistliche Entdeckung“. Ammann: „Ich habe meinem früheren schwäbischen Heimatbischof Kardinal Walter Kasper das Gebets- und Meditationsleben hier in Mechernich geschildert mit sieben Horen und allen drei Rosenkränzen an einem Tag – da hat er gesagt: »Das könnte ich nicht«“

„Wichtige Aufgaben in Laienhand sind uns Ehre und Verantwortung“

Schönstatt-Pater Rudolf Ammann (v.l.), Generalsuperior Karl-Heinz Haus, Mar Baselios Kar-dinal Cleemis, Father Jaison Thazhathil und Father Robert Ennavila im Dialog mit Schwes-tern, Laien und Priestern bei der Communio in Christo. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur Pro-fiPress

Geschäftsführer Norbert Arnold beindruckt besonders die Internationalität der Gemeinschaft, für die er als Verantwortlicher des Sozialwerks arbeitet: „Hier leben Deutsche, Inder, Afrikaner, Niederländer und Polen unter einem Dach.“ Auch der Umstand, dass die Gründerin so viele Kompetenzen und Aufgaben in die Hände von Laien gab, unter anderem im Kapitel, sei für ihn sichtbares Zeichen dessen, was auch das Zweite Vatikanische Konzil für die Kirche mit der Aufwertung der Rolle der Laien beschlossen hatte: „Für uns selbst ist es eine große Ehre, in solchen Positionen zu sein. Eine große Ehre und große Verantwortung . . .“

Heimleiterin Ulrike Müller erinnerte sich noch genau an die Reaktionen von Erzbischof Cleemis, als sie ihn 2007 bei seinem ersten Besuch bei der Communio durch die Pflegeeinrichtungen geführt hatte. Das Sozialwerk sei eine sichtbare Folge der Gründungen Mutter Marie Thereses. Die 300 Mitarbeiter, so Ulrike Müller, seien aber keine Ordensmitglieder und könnten auch nicht so geführt werden: „Die haben Familie, die werden krank, die haben die Probleme ganz normaler Menschen, aber wir versuchen trotzdem, unseren Auftrag Nächstenliebe zu erfüllen.“

 Kardinal Cleemis sagte, die Communio in Christo sei ein sichtbares Zeichen von Gottes Liebe zur ganzen Welt. Immer, wenn er in Mechernich sei, fühle er sich sofort zu Hause. Er dankte Generalsuperior Karl-Heinz Haus und der Communio in Christo, dass sie unermüdlich die Frohe Botschaft Christi durch gelebte Nächstenliebe verbreiten. Er werde sich für die Gemeinschaft einsetzen, wo immer er könne.

Papst Franziskus: Gesinnung wie Mutter Marie Therese

Robert Mutegeki (von links), Innocent Gasigwa, Deodatus Masasi, Nishan Imtiaz, Jonas Seke und Bienvenu Koukpo brachten Kardinal Cleemis ein Ständchen, vorne Anni Rupp, die Schwester von General-superior Haus. Foto/ml/pp/ProfiPress

In Papst Franziskus sieht der Kardinal einen Gesinnungsverwandten Mutter Marie Thereses. Er verkünde die Frohe Botschaft immer „aktuell und frisch“. Es gehe ihm „nicht um progres-siv oder konservativ“, spielte Kardinal Cleemis auf die bevorstehende Familiensynode an, „es geht ihm um die Nachfolge Christi“.

Mar Baselios Cleemis hielt sich wegen der Vorstellung des von Jesuitenpater Joseph Fessio bei Ignatius-Press herausgegebenen Buches „Elf Kardinäle sprechen über Ehe und Familie“ und wegen des Besuchs der deutschen Gemeinde syro-malankarisch katholischen Kirche in Deutschland auf.

Die Einladung von Generalsuperior Karl-Heinz Haus zu einem Abstecher nach Mechernich nahm der Kardinal sofort und gerne an. Er besuchte auch den Aachener Diözesanpriester Sajan in Blankenheim und Dollendorf, der dort eine neue Familien- und Jugendgruppe auf-gebaut hat. Der Catholicos hatte Sajan ebenso in die Eifel entsendet wie die beiden bei der Communio in Mechernich lebenden und wirkenden Priester Jaison Thazhathil und Robert Ennavila. Kardinal Cleemis: „Ich denke, ich habe Euch nicht die schlechtesten meiner Leute geschickt“. 

Robert Mutegeki, Innocent Gasigwa, Deodatus Masasi, Jonas Seke und Bienvenu Koukpo, Priester aus dem Kongo, Tansania und Benin, sowie Diakon Nishan Imtiaz aus Pakistan, die sich gerade als Gäste im Mutterhaus der Communio in Christo in Mechernich aufhalten, nutzten die Gelegenheit ebenfalls, mit dem Kardinal ins Gespräch zu kommen.

Tansanischer Priester Robert: „Gott ist eine Community“

Der seit Jahren eng mit der Communio in Christo verbundene Großerzbischof-Catholicos Moran Mor Baselios Kardinal Cleemis (hinten, Mitte) besuchte jetzt das Mutterhaus der Gemeinschaft in Mechernich. Dabei traf er mit einer internationalen Runde von Schwestern, Priestern und Laien zusammen. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Robert Mutegeki, der zwei Tage zuvor durch Gelübde der Communio in Christo beigetreten war, schilderte seine Arbeit im Gesundheitswesen seines Landes, vor allem mit Aids-Patienten. Dass man sich auch in den Pflegeeinrichtungen in Mechernich um Aidskranke und Menschen mit anderen Infektionskrankheiten kümmert, habe ihn sofort für die Communio in Christo eingenommen. Und „Gott ist eine Community, die Dreifaltigkeit, und so ist auch seine Kirche.“

Dem Diözesanpriester Jonas Seke aus Benin hat es das Gemeinschaftsleben im Mecherni-cher Mutterhaus besonders angetan: „Ich habe noch nie in einer geistlichen Gemeinschaft gelebt – das ist für mich eine ganz neue und beeindruckende Erfahrung.“ Diakon Imtiaz dankte Communio-Schwester Lidwina, dass sie ihm über Facebook den Weg nach Mecher-nich gewiesen habe.

Mehr und mehr Kontakte zwischen Communio in Christo und Priestern und Priesteramts-kandidaten bringt die mit Kommunikationsaufgaben betraute Schwester über die so genann-ten „sozialen Medien“ zustande. Kardinal Cleemis sagte dazu: „Schwester Lidwina ist wie das erleuchtete Fenster im Vatikanischen Palast. Sie sorgt dafür, dass man merkt, dass wer da
ist . . .“

Enges und gutes Verhältnis: Großerzbischof-Catholicos Moran Mor Baselios Kardinal Cleemis, Oberhaupt der mit Rom reunierten syro-malankarisch katholischen Kirche, und Generalsuperior Karl-Heinz Haus, der Obere der Communio in Christo mit Mutterhaus in Mechernich. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Deodatus Masasi aus Tansania, der vor seinem jetzigen pastoralen Studium in Rom bereits 15 Jahre Gemeindepfarrer war, sprach von „einem gnadenvollen Moment“, bei der Commu-nio mit Kardinal Cleemis zusammenzutreffen.

Bienvenu Koukpo, Priester und Musiker aus Benin, sagte, jeder habe eigene Talente mit auf den Weg bekommen und alle zusammen seien Communio: „Und Communio in Christo, das ist die Kirche“. Innocent Gasigwa berichtete von dem seit 25 Jahren in seiner kongolesischen Heimat tobenden Krieg: „Sieben Millionen Menschen sind seither getötet oder vertrieben worden. Wir haben erst unlängst 15 Priester und Schwestern verloren.“ „Eines Tages“, ver-sprach der Priester aus der Demokratischen Republik Kongo dem Mechernicher Generalsu-perior Karl-Heinz Haus, „komme ich wieder und werde Mitglied der Communio in Christo.“

Der Catholicos dankte den Priestern, Schwestern und Laien für ihre Glaubenszeugnisse und Karl-Heinz Haus und der Communio in Christo, dass sie unermüdlich die Frohe Botschaft Christi durch gelebte Nächstenliebe verbreiten. Er werde sich für die Gemeinschaft einsetzen, wo immer er könne.

Heimleiterin Ulrike Müller berichtet dem Kardinal von ihren Führungsaufgaben und der Arbeit ihrer 300 Mitarbeiter in der Langzeitpflegeeinrichtung Communio in Christo in Mechernich, im Hospiz „Stella Maris“ in Mechernich und in der Seniorenpflege „Haus Effata“ in Blankenheim. Ganz links Norbert Arnold, der Geschäftsführer des Sozialwerks der Communio in Christo, der von den ehrenvollen und verantwortungsvollen Aufgaben der Laien in den Strukturen der Communio in Christo sprach. Foto/ml/pp/ProfiPress
Communio-Schwester Lidwina übersetzte die Glaubenszeugnisse der jungen Geistlichen ins Englische bzw. ins Deutsche. Kardinal Cleemis verglich die für internationale Kommunikation zuständige Schwester mit dem leuchtenden Fenster im Vatikanischen Palast: „Durch sie sieht man, dass wer da ist.“ Foto/ml/pp/ProfiPress
 
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