Interview mit unserm Besuch - drei Schwestern aus Tansania

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Unsere Besucherinnen v.l.n.r.: Gereraloberin Sr. Scholastica, Sr. Mariastella, Sr. Dorothy

Fast einen Monat waren Schwester Scholastica, Schwester Mariastella und Schwester Dorothy aus Tansania zu Gast im Mutterhaus der Communio in Christo. Im Interview erzählen sie von der Zeit in der Gemeinschaft, vom Charisma der Liebe und von den Aufgaben für die Zukunft.

Wie sind Sie in Berührung mit der Communio in Christo gekommen?

Schwester Scholastica: Schwester Mariastella war Anfang des Jahres bereits drei Monate lang in der Gemeinschaft der Communio in Christo. Sie hat mir vom außerordentlichen Charisma von Mutter Marie Therese erzählt und von der liebevollen Aufnahme in die Gemeinschaft. So hat sie eine Brücke gebaut und nach ihren Erzählungen wollte ich gerne selbst herkommen.

Schwester Dorothy: Für mich war die Brücke meine Schwester Patricia. Sie war während ihres jetzigen Studium in Rom verschiedene Male hier. Ich werde demnächst meine Stelle als Direktorin unseres Caritas-Büros in der Diözese antreten und wollte mich mit dem Charisma von Mutter Marie Therese auf die Arbeit mit den Menschen dort vorbereiten.

Was haben Sie spirituell aus dieser Zeit für sich mitgenommen?

Schwester Scholastica: Die tägliche Gebetsordnung und die Nähe zu Gott haben mich sehr beeindruckt. Vor allem im Rosenkranzgebet habe ich eine ganz neue Spiritualität für mich entdeckt – das hat mir gefallen.

Schwester Mariastella: Ich war ja bereits zum zweiten Mal hier und habe gemerkt, dass ich ein tieferes Verständnis für das Charisma von Mutter Marie Therese entwickeln konnte. Ihre Bücher zu lesen ist wie ein lebendiger Prozess. Man kann immer tiefer und tiefer gehen zur Quelle des Heiligen Geistes.

Welche Aufgaben warten nach Ihrer Rückkehr in Tansania auf Sie?

Schwester Scholastica: Als Generaloberin der „Sisters of Our Lady Queen of Africa“ führe ich unseren Orden in Sumbawanga. Als Mutter sorge ich natürlich für unsere mehr als 320 Schwestern und Novizinnen und versuche, unser Charisma weiter zu entwickeln. Wir wollen unsere Arbeit in Zukunft auch ausweiten, vielleicht sogar auf andere Länder. Denn es ist unsere Aufgabe, Gott und den Menschen in Demut und Liebe zu dienen.

Sr. Dorothy

Schwester Mariastella: Zusammen mit zwei anderen Ordensschwestern sorge ich im Waisenhaus St. Martin von Porres für ungefähr 45 Waisenkinder. Manche von ihnen kommen schon am Tag ihrer Geburt zu uns, wenn die Mutter bei der Entbindung gestorben ist. Die Familien in unserer Gegend sind oft sehr arm und können die Kinder nicht ernähren. Wir sorgen für sie und versuchen, ihnen ein Zuhause zu geben. Wir schicken sie auch in den Kindergarten und in die Vorschule bis sie sieben Jahre alt sind. Die Kinder, die keine Verwandten haben, zu denen sie zurückkehren können, bleiben weiter bei uns und gehen in die Schule. Wir nehmen Kinder aller Religionen auf aber erziehen sie mit den Werten für ein christliches Leben.

Schwester Dorothy: Bei der Caritas werde ich es mit vielen Menschen zu tun haben, die sich in ganz verschiedenen Lebenssituationen befinden. Ich bin bei der Communio auf liebevolle, herzliche Menschen getroffen, die jeden willkommen heißen, der zu Ihnen kommt. Ich möchte jetzt auch meine Liebe mit allen teilen. Wenn die Menschen zu mir kommen mit ihren Sorgen und ihren Leiden und wenn ich ihnen nichts anderes geben kann, dann kann ich ihnen wenigstens meine Liebe zeigen und für sie da sein.

Die Liebe ist ja von entscheidender Bedeutung im Leben von Mutter Marie Therese.

Schwester Dorothy: Ja, und das haben wir auch in der Communio erlebt. Hier wird die echte Liebe vom Grunde des Herzens an alle Menschen weitergegeben.

Schwester Mariastella: Je mehr Erfahrungen wir hier mit dem Charisma von Mutter Marie Therese machen konnten, desto mehr konnten wir darin eintauchen, genauso wie in die Liebe der Gemeinschaft. Die Einrichtungen der Communio – die Langzeitpflege, die Altenpflege und das Hospiz – spiegeln die Liebe von Mutter Marie Therese wider und sollten uns ein gutes Beispiel sein. Die Liebe ist wie ein Dach, unter dem sich alle Christen und Ordensgemeinschaften versammeln können.

Schwester Scholastica: Was uns verbindet ist der Gedanke: „Die Liebe erträgt alles“. So konnte Mutter Marie Therese auch gegen viele Widerstände so hingegeben für ihren Orden einstehen. Durch Leiden und Schwierigkeiten ist sie immer weiter nach vorne gegangen, weil der Heilige Geist sie geführt hat. Sie war eine gute Kämpferin für den Willen Gottes.

Generaloberin Sr. Scholastica

Welchen Auftrag sehen Sie darin für die Zukunft?

Schwester Scholastica: Für die Evangelisierung, also um die Menschen mit Gott zu verbinden, müssen wir die Liebe in Wort und Tat an die Menschen heranbringen. Die junge Generation braucht mehr als das Wort von der Gottesliebe, sie muss sie selbst sehen und erfahren.

Schwester Mariastella: Das außerordentliche Charisma von Mutter Marie Therese gibt uns Nahrung, um an dieser Aufgabe zu wachsen. Wir müssen überlegen, was wir tun können, um die junge Generation zu formen.

Schwester Scholastica: Deshalb ist es wichtig, dass die Bedeutung des außerordentlichen Charismas von Mutter Marie Therese für die Zukunft erhalten bleibt. Wir müssen Gott bitten, dass wir es für die Zukunft weitertragen können. Dazu müssen wir weiter Brücken bauen – bis zum Heiligen Vater.

 
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