In Skarszewy hat sich viel getan

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Delegation aus Mechernich reiste zum Mittsommerfest in die polnische Partnerstadt – Musikverein Weyer führte Parade an

Skarszewy/Mechernich – In einer Hinsicht kann man Mechernich und die polnische Partnerstadt Skarszewy miteinander vergleichen: es tut sich was. Bei der jüngsten Stippvisite anlässlich des Mittsommerfests konnte sich die Mechernicher Delegation, bestehend aus Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick, Dezernent Ralf Claßen, Communio-in-Christo-Geschäftsführer Norbert Arnold, Fraktionschef Peter Kronenberg, Kommerns Ortsvorsteher Rolf Jaeck und Übersetzerin Ewa Bochynek, selbst von diesen Fortschritten in der Partnerstadt ein Bild machen.

Bürgermeister Jacek Pauli zeigte den Gästen voller Stolz, was in den vergangenen Monaten alles entstanden ist. Das größte Projekt war der Bau einer Kläranlage mit innovativen und zukunftsweisenden, fast ausschließlich biologischen Methoden. Jetzt ist es möglich, auch abgelegene Dörfer an die allgemeine Versorgung anzuschließen.

Es entstand ein integrativer Kindergarten mit elf Gruppen und neuester Technik (PCs, Whiteboards) für die Kleinsten. Das Ziel von Kindergartenleiterin Barbara Socha und ihrem Team ist es, den Kindern Toleranz und Offenheit beizubringen. Aus diesem Grund heißt die Kita auch „Unter dem Regebogen“. In der heutigen Zeit sei es wichtig, Zeichen gegen Diskriminierung und Ausgrenzung zu setzen, sagte die Leiterin.

Das neue Sportzentrum mit Sporthalle, Fitnessstudio und Saunalandschaft direkt vor den Stadtmauern verbindet das Neue mit dem Alten. Das Gebäude mit Dreifachturnhalle und kanadischem Parkettboden wird Trainingsort der polnischen Basketballnationalmannschaft werden. Aber auch Hobby-Sportler kommen dort auf ihre Kosten und können Kurse wie Zumba, Yoga, Badminton und Fußball belegen.

Sonnendeck mit Stadtmauersicht

Ein Sonnendeck mit Sicht auf die Stadtmauer, die bald renoviert wird, lädt zum Verweilen ein. In unmittelbarer Nähe wurde mit dem Bau eines Einkaufszentrums begonnen, geplant ist auch ein Schwimmbad. Auch die Straßen der Altstadt werden umfassend renoviert und Kanalarbeitern durchgeführt.

Besonders beeindruckt war die Delegation von der Arbeit einer Sonderschule für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene. Träger ist ein gemeinnütziger Verein für Behindertenhilfe, der in Pommern neun Objekte unterhält; Vorsitzende ist Aniela Gemba. Neben schulischem Wissen, das die Kinder in kleinen Gruppen von Sonderpädagogen, Ergo- und Physiotherapeuten, Logopäden und anderen pädagogischen Mitarbeitern vermittelt bekommen, haben sie die Möglichkeit, ihre motorischen Fertigkeiten zu schulen. In gut ausgestatteten Werkstätten fertigen sie Körbe, Taschen, Stoffpuppen, Kerzen und Gegenstände aus Holz an. Der Erlös aus dem Verkauf kommt der Schule zugute.

Den ambulant betreuten Kindern und Jugendlichen stehen auch viele technische Hilfen zur Verfügung, wie das „Cyberauge“. Durch Augenbewegungen werden Worte oder Buchstaben ausgesucht, die von einem Sprach-Computer vorgelesen werden. Diese Methode wird eingesetzt, wenn die Körpermotorik eingeschränkt oder nicht vorhanden ist. Auch Laptops und Whiteboards, die vor allem von autistischen Kindern genutzt werden, waren in jedem Raum zu sehen.

Die Vorsitzende, eine Mutter einer behinderten Tochter, hatte den Verein vor gut 30 Jahren gegründet, als Antwort auf die Unterversorgung in diesem Sektor im kommunistischen Polen. Heute werden dort Kinder aus der ganzen Region kostenfrei betreut. In den Sommermonaten gibt es für behinderte Kinder aus ganz Polen die Möglichkeit, eine Rehabilitation vor Ort durchzuführen.

Farbexplosion zur Eröffnung

Hauptgrund für die Reise von Mechernich nach Polen war aber das Mittsommerfest, das von Jahr zu Jahr größer und bunter wird. In der Parade nahmen Politiker und Parlamentsabgeordnete aus Danzig und Warschau teil, auch der Marschall der Woiwodschaft Pommern war wie jedes Jahr anwesend. Herzlich begrüßt wurden auch die Bürgermeister der Partnerstädte Pelplin und Mechernich, die nach der Parade eine kurze Ansprache hielten. Mit einer Farbexplosion – Kinder warfen nach Ablauf eines Countdowns Pulverfarbe in die Luft – wurde das Mittsommerfest offiziell eröffnet.

Es folgten zwei Tage mit buntem Programm für Jung und Alt, mit Musik und Wettbewerben, Tanz und Show. Einer der Höhepunkte war der Auftritt des Musikvereins „Harmonie“ Weyer unter der Leitung von Peter Züll. Neben den Liedern von Udo Jürgens, die bei den Zuhörern sehr gut ankamen und wundervoll von Reiner Schnitzler gesungen wurden, spielte die Band auch einige in Polen bekannte und beliebte Melodien, wie Titelsongs aus Pippi Langstrumpf, Biene Maja und einigen James-Bond-Filmen.

Die zwölf Musiker aus Weyer, die dieses Jahr dabei waren, führten die traditionelle Straßenparade an und begeisterten die Teilnehmer und zahlreiche Zuschauer am Wegrand mit ihrem professionellen Spielen. Am zweiten Tag des Festes konnten sie alle Besucher des Mittsommerfestes mit ihrer Performance begeistert und ernteten tosenden Applaus.

Die Teilnahme am Mittsommerfest ist ein fester Bestandteil der partnerstädtischen und freundschaftlichen Kontakte zwischen Mechernich und Skarszewy. Die Gäste aus Mechernich werden immer sehnsüchtig erwartet und mit einer unglaublichen Gastfreundschaft aufgenommen.

pp/Agentur ProfiPress

Auch eine Mechernicher Delegation marschierte bei der Mittsommerfestparade mit, darunter Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick (vorne v.r.), Dezernent Ralf Claßen und Fraktionschef Peter Kronenberg. Foto: Maciej Jedrzynski/pp/Agentur ProfiPress
High-Five mit dem Bürgermeister der Partnerstadt. Die Kinder der Kita „Unter dem Regenbogen“ in Skarszewy hatten keine Berührungsängste mit den Gästen aus Mechernich. Foto: Maciej Jedrzynski/pp/Agentur ProfiPress
Der Musikverein „Harmonie“ Weyer unter der Leitung von Peter Züll (vorne) führte die Mittsommerfestparade an. Foto: Maciej Jedrzynski/pp/Agentur ProfiPress
Mit einer regelrechten Farbexplosion wurde das Mittsommerfest in Skarszewy eröffnet. Foto: Maciej Jedrzynski/pp/Agentur ProfiPress
Mechernichs Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick überreichte Aniela Gemba, Vorsitzende des Trägervereins der Sonderschule, ein Geschenk. Foto: Maciej Jedrzynski/pp/Agentur ProfiPress
 
 
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