Das Grab ist leer

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Gemalte Osterbotschaft des Floisdorfer Künstlers Franz Kruse aus seinem Mechernicher Atelier an alle „draußen“ in der Welt – Seine an den Feiertagen geplante Ausstellung „Städte & Menschen“ in Köln fiel der Pandemie zum Opfer

„Das Grab ist leer, der Held erwacht, der Heiland ist erstanden“, heißt es in einem Osterlied, einer Art katholischem Evergreen, den der Floisdorfer Künstler Franz Kruse jetzt in seiner gemalten Osterbotschaft 2020 aufgegriffen hat. Repro: Franz Kruse/pp/Agentur ProfiPress

Mechernich / Köln – „Das Grab ist leer, der Held erwacht, der Heiland ist erstanden“, heißt es in einem Osterlied, einer Art katholischem Evergreen, den der Floisdorfer Künstler Franz Kruse jetzt in seiner gemalten Osterbotschaft 2020 aufgegriffen hat.

Der leere Sarkophag, die Runde der staunenden Freundinnen und Freunde Jesu ringsum, und die riesenhaften Hände des unsichtbaren Wirkmächtigen über allem, der hier offensichtlich am Werk war. Der „Auferstandene“ ist der „Auferweckte“, der durch Schöpferwille wieder zum Leben Gekommene.

Die unbegreifliche Osterbotschaft, Herz und Mitte des christlichen Glaubens an die Überwindung von Leid und Tod am Kreuz durch Gottes Tat, bewegt den 1941 in Gelsenkirchen geborenen Kunstschaffenden seit vielen Jahren. Kruse, der nicht gerade im Ruf eines Frömmlers steht, hat nicht nur durch Auftragsmalerei zum Thema „Lourdes“ für den einstigen Floisdorfer Pfarrer Heinz Jumpertz auf sich als auch christlich motivierten Künstler aufmerksam gemacht.

„Gott ist immer nahe…“

In den vergangenen Jahren fiel der Floisdorfer mit Atelier am Mechernicher Eifelstadion auch mit Kirchenausstellungen unter anderem in Eschweiler, Mechernich und Kloster Steinfeld auf. Unter anderem zeigte der Floisdorfer seine Bilder zu Tod und Auferstehung, Menschheitsfragen und ethischen Antworten auch bei der Communio in Christo, die sich an der Mechernicher Bruchgasse um Schwerstpflegebedürftige und Sterbende kümmert.

Ihre Gründerin Mutter Marie Therese schrieb Mitte der 70er Jahre in einer Betrachtung zum Thema Auferstehung über den zwingenden Zusammenhang von Leid und Freude, Vereinsamung und Auferstehung: „Wir können nicht zur Auferstehung kommen, wenn wir nicht erst das Leiden und den Tod Jesu angenommen haben ... Gott ist immer nahe ... Die Erlösung ist eine Offenbarung der Gerechtigkeit Gottes. Gott ist unendliche Gerechtigkeit, unendliche Selbstlosigkeit, unendliche Allmacht, unendliche Liebe und unendlich groß für mich ... Weil ER unendlich groß ist, diene ich Ihm als eine Ihm unterworfene Seele.“

Eigentlich sollten Ostern bei der Kölner Seilbahn in Zoo-Nähe Stadtansichten und Typen Kruses unter dem Motto „Städte & Menschen“ gezeigt werden. Zu der Sonderausstellung war Kruse in Erinnerung an seine Brückenpfeilergestaltung an der Kölner Zoobrücke vor 25 Jahren mit Ralf Kramp gekommen. Wegen der Corona-Pandemie wurde die Bilderschau abgeblasen.

Gedanken und Gefühle

Was den 1977 in die Eifel gekommenen Ur-Gelsenkirchener nicht davon abhielt, sich weiter künstlerisch daheim und im Atelier zu betätigen und alle „draußen“ an seinen Gedanken und Gefühlen zum Thema Ostern teilhaben zu lassen. Deshalb hat er sein Bild „Das Grab ist leer“ an die Agentur ProfiPress geschickt, damit sie es an dieser Stelle für alle veröffentlicht.

Franz Kruse wurde bei Egon Pein zum Gestalter und Maler ausgebildet, es folgten Studien bei namhaften Gelsenkirchener Künstlern wie Bert Schadeck (Gestaltung und Grafik), Hans Rahn (Landschaften) und Kurt Janitzki (Zeichnen und Akt). Kruse zog 1968 nach Köln, übernahm dort die Gestaltung von Bühnenbildern, Kostümen und Bühnenfiguren, aber auch Theaterregiearbeiten. Als weitere Schwerpunkte bildeten sich Fernsehausstattungen und Ausstellungsarchitektur (Museum) heraus.

Kruse gestaltete Plakate und Programmhefte für Oper, Theater und Ballett. Er arbeitete unter anderem mit Wolf Vostell, Mauricio Kagel, Achim Freyer, Jean Pierre Ponnelle und Jörg Zimmermann zusammen. Er wirkte an Bühnenbildern für Produktionen in Rom, Oslo, Drottningholm, Mailand, Paris, London und Washington. Seine Werke wurden bei zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland gezeigt. Seit einigen Jahren ist er Kurator der Mechernicher „Galerie im Rathaus“.

pp/Agentur ProfiPress

Der seit 1977 in der Eifel lebende und wirkende Künstler Franz Kruse mit dem Mechernicher Pfarrer und seinerzeitigen Eifeldekan Erik Pühringer in der Pfarrkirche St. Johannes Baptist, wo er vor einigen Jahren während der Fastenzeit seine Arbeiten zum Thema Kreuz, Auferstehung und Menschheitsprobleme ausstellte. Das Bild entstand bei der Vernissage, die aus dem Aschermittwochsgottesdienst bestand. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress
 
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