Communio-Treffen in Gietrzwald

Aktuelles > 

Nach einer frühen Fahrt zum  Flughafen in Dortmund und einem ruhigen Flug, wurde die Delegation der Communio in Christo (Fth. Mathew, Sr. Theresia, Sr. Mariet und Ewa Bochynek) am Flughafen in Danzig prompt von Teresa Swieca, der Vorsitzenden der Communio in Christo in Skarszewy und Bozena Oerlich in Empfang genommen. Die letztere ist eine langjährige Freundin des Ordens und die Ehefrau des Vorsitzenden des Freundeskreises Mechernich in Skarszewy Zygmunt Oerlich. Nach herzlicher Begrüßung ging es nach Swarozyn, in die Pfarrei des Communio-Priesters Piotr Malinowski, der vor 30 Jahren seine Gelübde in die Hände der Gründerin Mutter Marie Therese abgelegt hatte.

Das verbindet ihn stark mit der Communio-Schwester Theresia, die sich ebenfalls vor 30 Jahren durch ihre Gelübde an die Communio band. Pfr. Malinowski war einer der ersten polnischen Priester und Seminaristen, die ins Mutterhaus gekommen sind. Bei Kaffee und Kuchen, in einem wunderschönen und frisch renoviertem Pfarrhaus, konnten sich die Teilnehmer der Fahrt und die Gastgeber untereinander bekannt machen, denn Pfr. Mathew und Sr. Mariet waren das erste Mal in Polen.

Danach ging es direkt weiter: ein Besuch einer Pflegeeinrichtung für geistig behinderte Erwachsene stand auf dem Plan. Pfr. Piotr ist dort Kaplan und auch die Leiterin ist keine Unbekannte. Sie besuchte vor zwei Jahren das Mutterhaus der Communio in Mechernich, um vor Ort die Arbeit der Einrichtungen kennenzulernen. Damals übernahm sie gerade die Leitung des Hauses. Die Besichtigung und die Zeit mit den Bewohnern gestaltete sich sehr interessant. Beim gemeinsamen Mittagessen konnte Sr. Mariet, die eine examinierte Krankenschwester in der LZP der Communio ist, Fragen stellen und auch einiges von ihrer Arbeit erzählen.

Der nächste Punkt war der Besuch im Bischofssitz und Priesterseminar  in Pelplin. Vor allem die wunderschöne und geschichtsträchtige Kathedrale begeisterte die Delegation aus Mechernich. Später  konnte auch die Pfarrkirche in Swarozyn besichtigt werden, die von Pfr. Piotr in den letzten drei Jahren von Grund auf renoviert und restauriert wurde. In dieser wunderschönen Dorfkirche fand dann auch eine gemeinsame heilige Messe statt, in der Pfr. Piotr die Gäste vorstellte und über die Communio und die Gründerin sprach. Das gemeinsame Abendessen, zu dem Pfr. Piotr eingeladen hat, fand in dem Hotel statt, in dem die Gäste untergebracht waren und war ein besonderer Genuss für alle Anwesenden.

Der zweite Tag der Pilgerfahrt begann bereits um 7.00 Uhr mit einer gemeinsamen Busfahrt aller Teilnehmer (ca. 50) nach Gietrzwald (Dietrichswalde). Dort begrüßte die Gruppe starker Regen, der jedoch der guten Stimmung keinen Abbruch tat. Das Dorf wurde 1352 vom ermländischen Domkapitel im Herrschaftsbereich des Deutschen Ordens gegründet. Der Gründer hieß Dietrich, daher stammt der Name Dietrichswalde.Das größte Ereignis in diesem kleinen ermländischen Dorf waren mehrere Erscheinungen im Jahre 1877 während des Zeitraumes vom 27. Juni bis 16. September. Wie erzählt wird, sei der damals 13-jährigen Justine Schafrinska und der 12-jährigen Barbara Samulowska aus Woritten, beide kamen aus armen polnischsprachigen ermländischen Familien, die Gottesmutter Maria erschienen und habe in polnischer Sprache zu ihnen gesprochen.

Erst 1977 erkannte der polnische Bischof Joseph Splinter, Bischof von Ermland, die Erscheinung offiziell an und genehmigte somit die Verehrungen.Die Kirche in Gietrzwałd wurde in den Jahren 1878–1884 vom Paderborner Dom- und Diözesanbaumeister Arnold Güldenpfennig zur Wallfahrtskirche vergrößert und ausgebaut. Das Gotteshaus wurde 1970 von Papst Paul VI. zur Basilica minor erhoben.Nach einer gemeinsamen Messe in der überfühlten Kirche ging es zum Mittagessen. In den Räumlichkeiten des Klosters fand auch das Treffen der Mitglieder und Freunde statt, begleitet von Communio-Priester Lukasz Katny.

Verlesen wurde das Grußwort von Herrn Generalsuperior, das die Anwesenden sehr erfreut hat. Pfr. Mathew sprach dann frei auf Englisch, mit Hilfe der Dolmetscherin Ewa Bochynek, zu der versammelten Gruppe. Er zeigte wie wichtig das Charisma von Mutter Marie Therese ist und stützte sich darauf auf die Ideen des in Polen sehr verehrten und geliebten hl. Johannes Paul II. Pfr. Mathew erntete stürmischen Beifall für seine Menschennähe und Herzlichkeit. Die Neuigkeiten aus dem Mutterhaus wurden ebenfalls mitgeteilt. Pfr. Lukas sprach auch über die aktuelle Situation der Communio in Polen und die erfreuliche Weiterentwicklung.

Viele der Anwesenden meldeten sich für den Newsletter ein, um immer aktuell über das Leben der Communio informiert zu werden.Danach gab es noch genügend  Zeit für ein Gruppenfoto am Ort der Erscheinungen, sowie einen Spaziergang zu einer nahegelegenen Quelle, die heilende Kräfte haben soll. Es gab auch Zeit für Einzelgespräche und Reflexion. Nach einer zweistündigen Rückreise, fand ein Grillabend in der Pfarrei von Pfr. Piotr Malinowski statt und rundete den Tag perfekt ab.

Den letzten Tag der Pilgerfahrt begannen die Teilnehmer mit einer hl. Messe in der Kirche in Swarozyn, wo vor allem die große Anzahl von Kommunionkindern auffiel und die Anwesenden beeindruckte. Nach der Messe ging es in einer kleineren Gruppe in die Kaschubei, wo die Teilnehmer die Möglichkeit hatten etwas von der polnischen Geschichte und Architektur kennenzulernen.Die Gruppe beeilte sich, um am Nachmittag in der Kirche in Skarszewy einem Orgelkonzert beizuwohnen, das im Rahmen des 2. Internationalen Festivals der Orgelmusik stattfand. Der Interpret war Jürgen Benkö aus der Nähe von Stuttgart.

Die Gruppe durfte ihn anschließend, bei einem Kaffee im Pfarrhaus persönlich kennenlernen. Der Anlass für dieses kleine Treffen war das 30. Priesterjubiläum des Pfarrers in Skarszewy, Pfr. Ryszard Konefal, der seit vielen Jahren mit der Communio befreundet ist und einige Male das Mutterhaus besuchte. Man sprach über die Situation der Kirche in Deutschland und den Rückgang der Berufungen in Polen.

Beim Abendessen verabschiedete sich die Delegation herzlich von ihren Gastgebern.Die Rückreise nach Hause, die die Teilnehmer aus Deutschland voller Eindrücke und Erfahrungen antraten, erfolgte am frühen Montagmorgen.

 

 

 
 
www.communio-in-christo.deOrden Communio in Christo: Bruchgasse 14, 53894 Mechernich
Sozialwerk Communio in Christo: Bruchgasse 10-14A, 53894 Mechernich
Telefon +49 (0)2443 9814-0, E-Mail info@communio-in-christo.de