Bischof lobte die Arbeit der Communio

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26. Ordensgründungstag fand in der Holzheimer Pfarrkirche statt – Zahlreiche Priester aus vielen Nationen zu Gast – Fachreferat von Prof. Stanislaw Urbanski zur Erfahrungs- und Sendungsmystik von Mutter Marie Therese

Geistliche aus aller Welt feierten den 26. Ordensgründungstag der Communio in Christo in Holzheim. Am Altar zelebrierten Prof. Stanislaw Urbanski, Bischofsvikar Stanislaw Pindera und Generalsuperior Pfarrer Karl-Heinz Haus. Foto: gte/pp/Agentur ProfiPress

Die kleine Durchfahrtsstraße in Holzheim war am Samstagmorgen beidseitig zugeparkt. Zudem kamen zahlreiche Gläubige mit dem Shuttle-Bus, den die Firma „Schäfer Reisen“ zur Verfügung gestellt hatte. Bereits beim Einzug bot sich den Gläubigen ein farbenfrohes Bild: Der Regens des Priesterseminars von Radom, Prof. Jaroslaw Wojkun sowie weitere Priester aus Polen, den Niederlanden, Belgien, Italien, Indien, Nigeria, Deutschland und Österreich und vier Diakone versammelten sich am Altar der Pfarrkirche, um den 26. Gedenktag der Gründung des Ordens Communio in Christo durch Mutter Marie Therese zu begehen.  Generalsuperior Pfarrer Karl-Heinz-Haus freute sich an diesem Tag ganz besonders, ein Grußwort des Aachener Bischofs Dr. Heinrich Mussinghoff verlesen zu dürfen. Der Bischof erteilte darin nicht nur seinen Segen für die Feierlichkeiten, sondern wies auch noch einmal darauf hin, dass er mit dem „Decretum Laudis“ (Belobigungsdekret) die Arbeit der Communio in Christo anerkannt habe.

Zahlreiche Priester aus Polen, den Niederlanden, Belgien, Italien, Indien, Nigeria, Deutschland und Österreich sowie vier Diakone nahmen am Gedenkgottesdienst teil. Foto: gte/pp/Agentur ProfiPress

Für die Communio, so heißt es in der Festschrift zum 26. Ordensgedenktag, bedeutet dieses Dekret, dass der Bischof anerkennt, dass zumindest die Mitglieder der Communio in dem Bewusstsein leben, dass Mutter Marie Therese mit einem außerordentlichen und universalen Charisma für die Kirche begabt war. Der Bischof betont darüber hinaus in  seinem Dekret, dass die „Spiritualität“ und das „Wirken“ der Communio in Christo „sich in der Treue zur Lehre und zum Glauben der Kirche bewegen.“

Pfarrer Haus ließ auch durchblicken, dass es für eine wiedererstarkende Kirche nicht nur „Strukturveränderung und Zusammenlegung von Pfarreien“ braucht, sondern „mehr denn je »eine neue Mystik der Liebe«, die die Quellen unseres Glaubens frei schaufelt.“

 

Der Bischofsvikar und Apostolische Protonotar, Stanislaw Pindera, aus der Diözese Radom war der Hauptzelebrant und hielt die Predigt. Foto: gte/pp/Agentur ProfiPress

Hauptzelebrant der Gedenkfeier war der Bischofsvikar und Apostolische Protonotar Stanislaw Pindera aus der Diözese Radom. Pindera äußerte keine Zweifel daran, dass die Communio in Christo „ein Werk der göttlichen Vorsehung ist“. Er geißelte in seiner Predigt den Unglauben als eine große Krankheit der Zeit.

 

„Vor unseren Augen stirbt die Liebe zum Kind, die Ehebande werden schwächer, die Völker Europas sterben langsam und systematisch aus, weil viel mehr Menschen sterben als geboren werden“, so der Bischofsvikar.

 

Pindera mahnte weiter, dass, wenn die Kirche wachsen wolle, sie ihre Identität bewahren müsse. Auch Bischöfe, Priester, Ordensleute, jeder Christ, alle müssten ihre Identität bewahren, wenn sie in der heutigen Welt ihre schöpferische Rolle erfüllen möchten. „Wir können den Menschen nicht vormachen, dass wir jemand anderer sind“, so Pindera.

 

Pindera bezeugte in seiner Predigt auch die persönliche Verbindung mit dem Orden Communio in Christo, die in dem Moment begonnen habe, „als ich in die Hände von Mutter Marie Therese am 21. März 1987 mein Gelübde abgelegt habe.“ Doch bevor dies geschah, sei er schon viele Monate von ihrer Person und dem Orden fasziniert gewesen. Er habe darüber hinaus als einer der ersten polnischen Priester das Mutterhaus in Mechernich besucht.

Viele Gläubige kamen am Samstagmorgen nach Holzheim, um mit der Communio in Christo den Ordensgründungstag zu begehen. Foto: gte/pp/Agentur ProfiPress

Einen weiteren Höhepunkt an diesem Tag stellte das Referat von Professor Stanislaw Urbanski dar, der sich als erster Ordentlicher Professor in Polen in der Theologie der Spiritualität habilitierte. Er ist Direktor zahlreicher wissenschaftlicher Institute und Autor von 46 Büchern und über 1000 Artikeln.

Urbanski hat sich intensiv mit der Erfahrungs- und Sendungsmystik bei Mutter Marie Therese auseinandergesetzt. Er kam zu dem Schluss, dass die Ordensgründerin die höchste Stufe der mystischen Vermählung erreicht habe. „Ihre Lehre der Mystik stimmt mit der Tradition der Gesamtkirche überein“, so Urbanski, der Mutter Marie Therese in seinem Gutachten als eine der größten Mystikerinnen der Kirche von heute bezeichnete.

Am Altar zelebrierten Prof. Stanislaw Urbanski, Bischofsvikar Stanislaw Pindera und Generalsuperior Pfarrer Karl-Heinz Haus. Foto: gte/pp/Agentur ProfiPress

Die Mystik der Sendung und Aussendung von Mutter Marie Therese realisiere sich am vollkommensten in der Berufung des Ordens Communio in Christo, weil seine Sendung die gelebte Gottesliebe sei. „Die Gründerin rief daher die Ordensmitglieder dazu auf, Zeugen dieser Liebe in einer entchristlichten Welt zu sein, damit sie an den Wert der Liebe glaubt“, so Urbanski.

Für die viel gelobte musikalische Gestaltung der Gedenkfeier sorgte der Kirchenchor Marmagen unter der Leitung von Paul F. Irmen. Die Vokalisten hatten eigens Teile der Cäcilienmesse von Charles Gounod einstudiert.

Am Nachmittag schließlich wurde unter großem Andrang die Gründungskapelle in Mechernich neu eingeweiht, nachdem sie zuvor von Grund auf renoviert und vergrößert worden war.

pp/Agentur ProfiPress


 
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