Im Jahre 1988 besuchte Mutter Marie Therese auf Einladung von Bischofs Materski aus Radom und von Erzbischof Pylak aus Lublin Polen. Die ersten Kontakte nach Polen hatte Mutter Marie Therese bereits 1981 über Pakete mit Lebensmitteln und Kleidern geknüpft. In den nachfolgenden Jahren weitete sich der Kontakt zu Familien und Alleinstehenden, zu Klöstern und Pfarrgemeinden, zu Kinder- und Altenheimen, zu Krankenhäusern und Ärzten, zu Jugendlichen, Gefangenen, Kranken, Priestern und Bischöfen unwahrscheinlich schnell aus. Eine zusätzliche Brücke nach Polen war durch die regelmäßigen Rundbriefe "Nasze Zycie" und "Nasze Dziela" in Polnisch gegeben, die in großer Auflage verschickt wurden. Auf diese Weise wird auch heute noch der Kontakt zu den vielen Mitgliedern der Communio in Christo aufrecht erhalten.
Videoaussschnitt: Polenreise der Communio in Cristo 1988
Viele Interessierte und Mitglieder aus Polen kamen und kommen nach Mechernich, um einige Zeit in der Communio in Christo mitzuleben, die Gründerin, Geist und Ziel kennenzulernen und mitzuhelfen.
Mehr und mehr stellte sich aber die Notwendigkeit heraus, in Polen selber eine Niederlassung der Communio in Christo zu installieren. Im Jahre 1992 war es so weit. Unsere Gründerin rief selbst die erste Niederlassung in Tschenstochau ins Leben und vertraute sie der Obhut von Prälat Josef Zielonka an.
Prälat Josef Zielonka berichtet...
"Was ich an erster Stelle betonen möchte ist: Mutter Marie Therese bleibt auch nach ihrem Tode unter uns und lebt mit uns weiter durch ihre Gründung der Communio in Christo, durch das Weizenkorn ihres Lebensopfers, das bereits aufgeht und reiche Frucht bringt. Ihre Stimme, die aufgerufen hat zur Verwirklichung des II. Vatikanischen Konzils, ist weiter an uns gerichtet durch ihre Bücher und durch den von ihr gegründeten Orden. Unvergeßlich hat sich ihre Liebe zur Kirche in uns eingeprägt, ihre tatkräftige Hilfe für die Menschen in Not, vor allem für uns in Polen. In ihrem Geist versuchen wir, die Communio in Christo und das damit verbundene Sozialwerk weiterzuführen."
Karitative Arbeit in Tschenstochau:
-Apotheke, geöffnet Montag - Freitag vom 9-18 Uhr mit einem Apotheker
-Ein Ärzteteam mit vier Ärzten ist ehrenamtlich tätig
-Geistige Hilfe und Beratung für Alkoholiker und Drogensüchtige
Herausgabe der Zeitschrift "Quo vadis Polonia", die sich mit den Problemen - Alkohol, Drogen und Sekten - beschäftigt
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- Einmal im Monat Treffen der Mitglieder
- Krankenbesuche in den Familien
- Betreuung der Pflegeeinrichtung "Dom Pomocy Spolecznej" für geistig Behinderte
- Kindertagesstätte der Communio in Christo mit dem Namen "Mutter Marie Therese"
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Karitative Arbeit in Skarszewy:
-Kinderbetreuungsstätte "Nasz Dom" in der Pfarrei vom hl. Michael
-Unterstützung von sozial schwachen Familien
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Austausch mit Hospizen und Pflegeeinrichtungen:
-Pflegeeinrichtung "Dom Pomocy Spolecznej" für geistig Behinderte in Tschenstochau
-Hospiz Swiatio in Torun
Kurz beleuchtet:
Polenreise im Herbst 1995
Eine Delegation der Communio in Christo reiste auf Einladung von Bischof Dr. Edward Materski zum Priesterseminar der Diözese Radom. Bischof Materski weihte im Seminar einen Saal des Dankes für Mutter Marie Therese ein, als Zeichen der Wertschätzung für alle Unterstützung, mit der Mutter Marie Therese den Bau dieses Seminars gefördert hatte. An verschiedenen anderen Stationen der Reise wurden bestehende Kontakte vertieft sowie neue geknüpft.
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Polnische Communio-Mitglieder auf zweitägiger Pilgerfahrt
Delegation aus Mechernich in Tschenstochau herzlich willkommen geheißen
Auf dieses Treffen haben alle mit Freude in den Herzen gewartet: Die Pilgerfahrt 2003 der"Communio in Christo" versammelte in Tschen-stochau als Vertreter des Mutterhauses Mecher-nich Pfarrer Hermann Walch, Schwester Lidwina und Schwester Theresia sowie Mitbrüder und Mitschwestern aus verschiedenen polnischen Städten. Die Pilgerfahrt dauerte vom 20. bis 21. September einschließlich.
Eine der Teilnehmerin-nen, Anna Wyszynska, schrieb folgenden Bericht:
"Am Samstag, dem 20. September, starteten wir von der Kirche des hl. Jacek und begaben uns in den nahe gelegenen Hort bei der Grundschule Nr. 25 in der Redzinskastraße. Dieser Hort trägt den Namen von Mutter Marie Therese und wurde von der Communio in Christo sowie von der Pfarrei ins Leben gerufen. An der Finanzierung des Hortes beteiligt sich auch die Stadt Tschen-stochau. Nach dem Treffen mit Schuldirektorin Ewa Dworzanska und der Hortleiterin Olga Drab haben wir die Möglichkeit erhalten, die Arbeit des Hortes näher kennen zu lernen. Danach be-suchten wir Kranke im Haus der Sozialhilfe in der Kontkiewiczstraße. Es hat uns sehr gefreut, dass die dort lebenden Personen mit Liebe versorgt werden. Es ist eine der zahlreichen Einrich-tungen in Polen, die von der Communio in Christo regelmäßig betreut werden. Zbigniew Kaminski, Direktor der Einrichtung, bedankte sich bei den Verantwortlichen des Ordens Communio in Christo für diese Hilfe, die dazu beiträgt, zahlreiche schwierige Probleme zu lösen.
Um 14 Uhr haben wir an der Eucharistiefeier in der Kirche des hl. Jacek teilgenommen. Pfarrer Hermann Walch konzelebrierte diese Messe gemeinsam mit Pater Józef Zielonka und Pater Romuald Szczodrowski, der nach mehrjähriger Arbeit in der Mission in Sambia in die Heimat zurückgekehrt ist und seitdem im Sekretariat des Episkopats der Mission der Laien in Warschau tätig ist.
Danach nahmen wir an einer Konferenz teil, die den Lehren von Mutter Marie Therese gewidmet wurde. Die Aktualität ihrer Lehren wird immer mehr sichtbar. Wir wurden ebenfalls mit der Entwicklung des Werkes "Communio in Christo" bekannt gemacht, dessen Idee immer mehr Menschen auf der ganzen Welt verbindet. Abends begaben wir uns nach Jasna Gora. Nach dem Gebet vor dem Gnadenbild der Mutter Gottes und dem Besuch beim Allerheiligsten Sakrament nahmen wir am Kreuzweggebet teil, das auf dem Wall von Jasna Gora stattfand.
Am zweiten Tag unserer Pilgerfahrt nahmen wir an einer hl. Messe teil, die zur Ehre von Pater Pio in der Kirche des hl. Jacek gefeiert wurde.Pfarrer Hermann Walch hielt eine Predigt über Mutter Marie Therese und ihre Idee der Verbrei-tung der Nächstenliebe auf der ganzen Welt. Um 14 Uhr gingen wir erneut nach Jasna Gora in die Kapelle des Gnadenbildes der Mutter Gottes.
Während einer hl. Messe, zelebriert von Pfarrer Walch und Pfarrer Zielonka, erhielten wir die Gelegenheit, unsere Gelübde zu erneuern. Es wur-den auch zwei neue Mitglieder aufgenommen: Dr. Barbara Kujawska und Tomasz Rzeszutko. Zum Abschluss dieses so ereignisreichen zweiten Tages der Pilgerfahrt besuchte die Dele-gation der "Communio in Christo" die Pfarrei der hl. Jadwiga, wo man sich mit Prälat Jan Niezgoda traf. Unsere Gäste wurden am letzten Tag des Aufenthaltes in Tschenstochau sehr herzlich vom Erzbischof von Tschenstochau, Dr. Stanislaw Nowak, empfangen."
Literaturhinweise:
-Unterwegs nach Polen - Auf den Spuren der Mutter Marie Therese, Alfred Müller-Felsenburg, 1997
-Über die Grenzen hinaus - Auf den Spuren der Mutter Marie Therese in Polen (2), Alfred Müller-Felsenburg, MuNe Verlag 1998, ISBN 3-9805505-7-5, ca. 24,80 DM
Alle Rundbriefe in Polnisch und Deutsch sind bei der Communio in Christo erhältlich.