Im Dienst der Verwirklichung der Einheit


"Nicht mein Wille, sondern der Wille Gottes zwingt mich zur Gründung der Communio in Christo am 8. Dezember 1984". Mit diesen Worten hatte Mutter Marie Therese zur Ordensgründung eingeladen.

Sie verstand sich als "Werkzeug" Gottes, der in dieser Ordensgründung Zeugnis geben wollte für das bis heute weithin unverstandene und umstrittene Konzil. Gleichzeitig sollte diese Gründung ein Zeugnis für die eine und wahre Kirche Jesu Christi sein unter dem Namen Communio in Christo.

Communio will jedoch mehr als Gemeinschaft sein, sie erhofft nämlich auch Einheit im Denken und Handeln und vor allem Einheit in der Liebe. Die letzte Bitte Jesu war ein Appell an die Einheit: Alle sollen eins sein (Joh 17,21) und ihr sollt einander lieben (Joh 13,34). Das Zweite Vatikanische Konzil hat diese Einheit in der einen und wahren von Christus gegründeten Kirche für unsere Zeit wieder neu beschrieben und ins Bewusstsein gehoben. Begriffe wie "Volk Gottes", "Leib Christi" oder "Tempel des Heiligen Geistes" wurden wieder mit Leben gefüllt. Das Wort "Communio" steht für die Verwirklichung dieser Einheit. Communio in Christo ist das eigentliche Wesen des Geheimnisses der Kirche.

Unter diesem Aspekt verstand Mutter Marie Therese ihr Leitwort:

Ich erstrebe die Einheit in der Kirche durch die Verwirklichung der Konzilsbeschlüsse.
 
 
 
 
Verwirklichung der Einheit
Seite drucken